Markus Lemke - Gestalttherapeut

• Gesangstudium, seit 1992 freischaffender Konzert- und Liedsänger
• Diplomgesanglehrer
• Rezitator, Sprecherzieher und Lyriker
• Seelsorger und Ausbilder von Seelsorgern
• Gestalttherapeut (GIH)
• Seminarleiter „Den Weg der Stimme gehen… - Stimme und Selbsterfahrung“

• Arbeit mit Einzelnen, Paaren und Gruppen und in eigener Praxis in Bammental

• Mitglied im Gestalt-Netzwerk-Südwest

• mehrjährige, kontinuierliche Fortbildung in gestalttherpeutischer Arbeit mit Träumen bei Amina Wilke, HD

• Mitgründer und Mitarbeiter am neuen Gestalt Institut Heidelberg (GIH) ab 2016

• Anerkennung als Lehrtherapeut am Symbolon Institut, Nürnberg (2020)

• eigener YouTube Kanal zu Arbeit mit Stimme und Gestalt (2020)  

 https://www.youtube.com/channel/UCC5YpmCijwv4ReCop3TUn9Q

Ich wurde am Gestalt Institut Heidelberg (GIH) von Wolfgang Weller, Amina Wilke, Victor Chu und Brigitta de las Heras zum Gestalttherapeuten ausgebildet, die ihrerseits u.a. von den Gestalttherapeuten der zweiten Generation (J. Simkin, E. und M. Polster, u.a.) geprägt wurden. Die Unterschiedlichkeit der Gestaltpraxis meiner Trainer/innen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten habe ich als sehr bereichend erlebt. In meiner eigenen Arbeit benutze ich eine Vielzahl der kreativen Gestaltmethoden, u.a. die Arbeit mit Träumen, Körperarbeit, systemische Vorgehensweisen, ressourcen- und lösungsorientierte Ansätze und auch Impulse auf der kognitiven- und Verhaltensebene. Gestalt erfordert vom Therapeuten eine hohe Präsenz als Mensch, stabil und gleichzeitig flexibel und spontan im Hier und Jetzt zu sein und mit seinen ganz persönlichen Lebenserfahrungen greifbar und authentisch. Meinen eigenen  Weg mit meinen Prägungen, Verletzungen und unterschiedlichen Lebensthemen immer bewusster zu vertiefen und zu aktualisieren, ist für mich ein beglückender Vorgang und gleichzeitig der wichtigste Schlüssel zu dieser Präsenz. Als Gestalttherapeut arbeite ich auch mit meinem Hintergrund als Sänger und Gesanglehrer. Stimme, Atem und Körper sind hier für mich Spiegel und Entwicklungsmedium zugleich. Sie zeigen die Präsenz eines Menschen ebenso wie seine verborgenen, noch ungelebten Potenziale. Mir ist wichtig, beides wahrzunehmen und zu würdigen, in Kontakt und Begegnung auf Augenhöhe. Nur in Begegnung können die erwiesenermaßen effektiven Techniken von Gestalt wirken und neue Lebenswege ermöglichen. Hierbei bringe ich mich ein mit meinen existenziellen, künstlerischen und spirituellen Erfahrungen. Die Gestalttherapie mit ihrer stark transformierenden Kraft ermöglicht es, die eigenen Grenzen zu erfahren, emotional Belastendes auszudrücken und durchzuarbeiten, falsche Identitäten loszulassen und immer mehr und leichter aus seiner eigentlichen Mitte heraus zu leben.  In der Verantwortung für sich selbst und das, was man achtet und liebt, kann eine glückende Beziehung zwischen Individuum und Welt dann (wieder) gelingen. Das in diesem Prozess allmähliche ‚Erwachen zum Eigentlichen‘ zu begleiten ist für mich eine höchst verantwortliche Tätigkeit und zugleich ein kostbares Geschenk. Erfahrungen dazu kann ich einbringen in den Bereichen Trauma (Ereignis- und Beziehungstrauma, Co-Traumatisierung, generationale Weitergabe von Traumata), Sucht (Alkoholismus, Co-Abhängigkeit, Familienkrankheit Alkoholismus), narzistische und depressive Störungen (Burnout), psychosomatische Erkrankungen, Lebenskrisen, Trauerbegleitung, Zwänge, Sexualität, spirituelle Orientierung und  Sinnsuche.

Ich biete diese Begleitung an für Einzelne, Paare und Gruppen. Weitere Erfahrungen und Weiterbildungen, die in meine Gestaltarbeit einfließen, sind u.a. Phyllis-Krystal-Arbeit, Seelsorge, Focusing, Alexandertechnik und meine langjähre Praxis in Zen-Meditation. Nicht zuletzt ist Gestalt für mich auch ein spiritueller Weg. Geht es dem Leidenden zunächst einmal darum, frei von Krankheitssymptomen zu werden, so kann hinter diesem Ziel eine ungleich größere Dimension von Heilwerden aufscheinen: die ganzheitliche Verwirklichung der eigenen Identität als Körper, Seele und Geist in einem schwingenden und sinnerfüllten Leben. 

 

Angebote

  • Gestalttherapeutische Einzelbegleitung Die Kosten für 50 Minuten liegen bei 50-75 Euro, nach Einkommen und Selbsteinschätzung (Ermäßigung möglich), für Paarbegleitung bitte anfragen.
  • Halbjahresgruppe „Stimme und Gestalt" Ein Einzelgespräch, 10 Abendtermine, in der Regel Mittwochs 19-21.15 Uhr. Die Termine der aktuellen Gruppe und weitere Informationen finden sie bei Aktuell/Kontakt, dort Flyer in pdf-Format unter 'Flyer Stimme und Gestalt'
  • Seminarreihe „Den Weg der Stimme gehen…“ – Stimme und Selbsterfahrung Drei Seminare über das Jahr verteilt, hier arbeite ich ebenfalls u.a. mit Methoden der Gestalttherapie. Infos und aktuelle Termine unter Seminarleiter und Aktuell/Kontakt, dort Flyer in pdf-Format unter 'Flyer Weg der Stimme'.
  • Ferner arbeite ich mit Gruppen zu verschiedenen Themen: Fortbildung von Seelsorgern in mehreren Seelsorgeeinrichtungen, Seminare zu den Themen ‚Träume und Gestalt‘ („Lebe deinen Traum…!“), ‚Innere Stimme und Selbstfürsorge‘ („Der inneren Stimme folgen…“) und dem Männerthema ‚Vater und Sohn‘ („Der Segen des Vaters“) u.a. im Ökumenischen Bildungszentrum sanctclara, Mannheim. Infos s. Seite Seminarleiter
  • Eigener YouTube Kanal mit freiem Zugang zu Videos und Podcasts zur Arbeit mit Stimme und Gestalt zu verschiedenen Themenbereichen, Inspirationen und Übungen, siehe https://www.youtube.com/channel/UCC5YpmCijwv4ReCop3TUn9Q

 

 

Gestalttherapie

Die Gestalttherapie ist ein ganzheitliches humanistisches Therapieverfahren, das die körperlich-seelisch-geistige Integration der Person in seiner Umwelt zum Ziel hat. Sie wurde ab Anfang der 40er Jahre von dem deutschen Psychiater Fritz Perls und seiner Frau, der Psychologin Lore Perls, die beide ursprünglich Psychoanalytiker waren, in Abgrenzung an die Freud’sche Psychoanalyse entwickelt und von dem Soziologen Paul Goodman in Amerika 1951 erstmals theoretisch formuliert. Auch Isadore From, James Simkin, Erving und Miriam Polster u.a. trugen zur Entwicklung dieser neuen Therapieform bei. Gestalt ist existenzphilosophisch ausgerichtet, tiefenpsychologisch fundiert und in ihrem methodischen Vorgehen phänomenologisch (bezogen auf das Sicht- und Spürbare der Oberfläche), dialogisch (im und aus dem Kontaktgeschehen wirkend) und experimentell (erfahrungs- und prozessorientiert). Die Gestalttherapie ist heute ein international anerkanntes Therapieverfahren mit zahlreichen Ausbildungsinstituten weltweit. Sie hat nach den ersten Jahrzehnten ihrer Begründung zahlreiche erfahrungsorientierte Methoden entwickelt und integriert (etwa körperorientierte Verfahren, Psychodrama, systemische und spirituelle Ansätze). Typische Gestaltmethoden wie etwa der ‚leere Stuhl‘ als Projektionsfläche für Personen oder innere Anteile sind wiederum in andere Therapiemethoden mit eingeflossen, haben diese weiter entwickelt oder ganz neue Ansätze geschaffen (Gestaltpädagogik). Anders als in vielen europäischen Ländern ist Gestalttherapie in Deutschland nicht als kassenärztliches zugelassenes Verfahren anerkannt. Nur wenige private Krankenkassen bezahlen eine gestalttherapeutische Behandlung, so ist die private Bezahlung die Regel.

In der Regel können sie dafür eine Behandlung ohne lange Wartezeit beginnen, die ebenso nicht in der Krankenakte ihrer Versicherung auftaucht.

 

Weitere Informationen:

www.gestalt-institut-heidelberg.de

www.gestalt-netzwerk-suedwest.com

www.gestaltpsychotherapie.de

www.gestalttherapie.de

www.symbolon-institut.de

   
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