Markus Lemke - Gestalttherapeut

• Gesangstudium, seit 1992 freischaffender Konzert- und Liedsänger
• Diplomgesanglehrer
• Rezitator, Sprecherzieher und Lyriker
• Seelsorger und Ausbilder von Seelsorgern
• Gestalttherapeut (GIH)
• Seminarleiter „Den Weg der Stimme gehen… - Stimme und Selbsterfahrung“

• Arbeit mit Einzelnen, Paaren und Gruppen und in eigener Praxis in Bammental

• Mitglied im Gestalt-Netzwerk-Südwest

• Mitgründer und Mitarbeiter am neuen Gestalt Institut Heidelberg (GIH) ab 2016

Ich wurde am Gestalt Institut Heidelberg (GIH) von Wolfgang Weller, Amina Wilke, Victor Chu und Brigitta de las Heras zum Gestalttherapeuten ausgebildet, die ihrerseits u.a. von den Gestalttherapeuten der zweiten Generation (J. Simkin, E. und M. Polster, u.a.) geprägt wurden. Die Unterschiedlichkeit der Gestaltpraxis meiner Trainer mit ihren jeweiligen Schwerpunkten habe ich als  sehr wertvoll und bereichernd erlebt. In meiner eigenen Arbeit Ich benutze in die Vielzahl ihrer kreativen Methoden, u.a. die Beschäftigung mit Träumen, Körperarbeit, systemische Vorgehensweisen und Arbeit auf der kognitiven- und Verhaltensebene.  Gestalt erfordert vom Therapeuten eine hohe Präsenz als Mensch, Flexibilität und Sponataneit im Hier und Jetzt und sein Greifbar-Sein mit seinen ganz persönlichen Lebenserfahrungen. Als Gestalttherapeut arbeite ich mit meinem Hintergrund als Sänger und Gesanglehrer. Stimme, Atem und Körper sind für mich Spiegel und Entwicklungsmedium zugleich. Sie zeigen die Präsenz eines Menschen ebenso wie seine verborgenen, noch ungelebten Potenziale. In der Arbeit mit Menschen ist mir wichtig, beides wahrzunehmen und zu würdigen, in authentischem Kontakt und Begegnung auf Augenhöhe. Hierbei bringe ich mich ein mit meinen existenziellen, künstlerischen und spirituellen Erfahrungen. Nur in Begegnung können die höchst effektiven Techniken von Gestalt wirken und neue Lebenswege ermöglichen. Gestalt ist für mich Grenzen Erfahren, Durcharbeiten von emotional Belastendem, Loslassen von falschen Identitäten und immer mehr Leben aus seiner eigentlichen Kraft. Das in diesem Prozess allmähliche ‚Erwachen zum Eigentlichen‘ zu begleiten ist für mich eine kostbare Erfahrung. In der Verantwortung für sich selbst und das, was man achtet und liebt, kann eine glückende Beziehung zwischen Individuum und Welt (wieder) gelingen.

Ich biete diese Begleitung an für Einzelne, Paare und Gruppen. Erfahrungen und Weiterbildungen, die in meine Gestaltarbeit einfließen, sind u.a. Phyllis-Krystal-Arbeit, Focusing, Alexandertechnik und meine langjähre Praxis in Zen-Meditation. Nicht zuletzt ist Gestalt für mich auch ein spiritueller Weg. Geht es dem Leidenden zunächst einmal darum, frei von Krankheitssymptomen zu werden, so kann er hinter diesem Ziel eine ungleich größere Dimension von Heilwerden erkennen: heil und ganz Werden in der vollen Verwirklichung der eigenen Identität als Körper, Seele und Geist. Die Gestalttherapie hat für mich eine starke transformierende Kraft, Verletzungen und Täuschungen des Egos immer mehr loszulassen und zu dem zu erwachen, was unsere eigentliche, höchste Wirklichkeit ausmacht. In dieser Wirklichkeit ist man bewusst und verantwortlich gleichzeitig Individuum und Teil des Ganzen und erfährt sich als im Grunde nicht verschieden von der letzten Reailität, die man 'Gott' nennen mag. Dies ist freilich - genau wie die Meditation oder andere spirituellen Übungen - ein lebenslanger Lern- und Entwicklungsweg. Der christliche Mystiker Meister Eckhart (1260 - 1328) formuliert Ziel und Haltung dieses Weges so: "Nun gib acht! Dann wird Gott in uns geboren, wenn alle Kräfte unserer Seele, die vorher gebunden und gefangen waren, ledig und frei werden und in uns ein Stillschweigen aller Absicht eintritt und unser Gewissen uns nicht mehr straft." (Predigt 25, Z. 29-32)

 

Angebote

  • Gestalttherapeutische Einzelbegleitung Die Kosten für 50 Minuten liegen bei 50-75 Euro, je nach Einkommen und Selbsteinschätzung (Ermäßigung möglich), für Paarbegleitung bitte anfragen.
  • Halbjahresgruppe „Stimme und Gestalt Ein Einzelgespräch, 10 Abendtermine, in der Regel Mittwochs 19-21.15 Uhr. Die Termine der aktuellen Gruppe und weitere Informationen finden sie bei Aktuell/Kontakt, dort Flyer in pdf-Format unter 'Flyer Stimme und Gestalt'
  • Seminarreihe „Den Weg der Stimme gehen…“ – Stimme und Selbsterfahrung Drei Seminare über das Jahr verteilt, hier arbeite ich ebenfalls u.a. mit Methoden der Gestalttherapie. Infos und aktuelle Termine unter Seminarleiter und Aktuell/Kontakt, dort Flyer in pdf-Format unter 'Flyer Weg der Stimme'.
  • Ferner arbeite ich mit Gruppen zu verschiedenen Themen: Fortbildung von Seelsorgern in mehreren Seelsorgeeinrichtungen, Seminare zu den Themen ‚Träume und Gestalt‘ („Lebe deinen Traum…!“), ‚Innere Stimme und Selbstfürsorge‘ („Der inneren Stimme folgen…“) und dem Männerthema ‚Vater und Sohn‘ („Der Segen des Vaters“) u.a.im Ökumenischen Bildungszentrum sanctclara, Mannheim.

 

 

Gestalttherapie

Die Gestalttherapie ist ein ganzheitliches humanistisches Therapieverfahren, das die körperlich-seelisch-geistige Integration der Person in seiner Umwelt zum Ziel hat. Sie wurde ab Anfang der 40er Jahre von dem deutschen Psychiater Fritz Perls und seiner Frau, der Psychologin Lore Perls, die beide ursprünglich Psychoanalytiker waren, in Abgrenzung an die Freud’sche Psychoanalyse entwickelt und von dem Soziologen Paul Goodman in Amerika 1951 erstmals theoretisch formuliert. Auch Isadore From, James Simkin, Erving und Miriam Polster u.a. trugen zur Entwicklung dieser neuen Therapieform bei. Gestalt ist existenzphilosophisch ausgerichtet, tiefenpsychologisch fundiert und in ihrem methodischen Vorgehen phänomenologisch (bezogen auf das Sicht- und Spürbare der Oberfläche), dialogisch (im und aus dem Kontaktgeschehen wirkend) und experimentell (erfahrungs- und prozessorientiert). Die Gestalttherapie ist heute ein international anerkanntes Therapieverfahren mit zahlreichen Ausbildungsinstituten weltweit. Sie hat nach den ersten Jahrzehnten ihrer Begründung zahlreiche erfahrungsorientierte Methoden entwickelt und integriert (etwa körperorientierte Verfahren, Psychodrama, systemische und spirituelle Ansätze). Typische Gestaltmethoden wie etwa der ‚leere Stuhl‘ als Projektionsfläche für Personen oder innere Anteile sind wiederum in andere Therapiemethoden mit eingeflossen, haben diese weiter entwickelt oder ganz neue Ansätze geschaffen (Gestaltpädagogik). Anders als in vielen europäischen Ländern ist Gestalttherapie in Deutschland nicht als kassenärztliches zugelassenes Verfahren anerkannt. Nur wenige private Krankenkassen bezahlen eine gestalttherapeutische Behandlung, so ist die private Bezahlung die Regel.

 

Weitere Informationen:

www.gestalt-institut-heidelberg.de

www.gestalt-netzwerk-suedwest.com

www.gestaltpsychotherapie.de

www.gestalttherapie.de

   
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Markus Lemke